Allgemeines
Da ab diesem Jahr vorgeschrieben ist das der Schiffsführer ein entsprechendes Funkzeugniss besitzt werden die Prüfungsausschüsse überrant. Bei Theorie (SRC&LRC) gab es über 100 Teilnehmer und längere Wartezeiten. Wie ich hörte hatten einige schon am Vortag die SRC-Praxisfrüfung machen dürfen.
Ausweis- und Geldeingangskontrolle, dann Theorieprüfung, Beginn gegen 09:30 Uhr. Dann SRC Praxis, einigermaßen nach Namen geordnet, ich hatte gegen 11:30 Prüfung. LRC Praxis ab 14 Uhr. Danach Schein abholen und um 14:35 konnte ich das Gebäude verlassen.
Theorie
- Der englische Text wird vorgelesen. Schwierige Worte und Namen werden buchstabiert. Rückfragen sind möglich.
- Texte schriftlich übersetzten (Englisch-->Deutsch und Deutsch-->Englisch)
- Bearbeiten der Fragebögen
Nach der Theorieprüfung haben einige noch die Bedienung für LRC wiederholt. Hier hatte ich die Gelegenheit "über die Schulter" zu schauen und damit meine Kenntnisse bezüglich Funkfernschreiben und Inmarsat-B zu erwerben.
Praxis
SRC
Zwei (echt) Funkgeräte, zwei Prüflinge, ein Prüfer.
Geräte bedienen aber nicht tatsächlich senden oder Notalarme geben, gepiepe ist zu laut :-) Situationen mit dem Prüfer besprechen, Meldungen (engl) absetzten. Bei der SRC Prüfung wird auf korrekte Gesprächsabwicklung geachtet, es müssen einige Meldungen gesprochen werden. Daneben wird im Gespräch etwas Allgemeinwissen bezüglich der Seefunker abgefragt. Z.B.: Sie haben einen gebrochenen Mast, Antenne kaputt, was machen Sie? Antwort: Notantenne.
LRC
Drei Anlagen, drei Prüflinge, ein Prüfer. Komplette Prüfung an Simulationssoftware mit Touchscreen. Im Wesentlich geht es um das bedienen der Anlage, Gesprächsabwicklung ist nebensächlich, korrekte Einleitung meist ausreichend.
Aufgaben:
- Einschalten der Anlagen für GW/KW, Inmarsat-B und Inmarsat-C
- Inmarsat in anderer Ozeanregionen umloggen.
- Absetzten eines Funktelex.
- Absetzten eines Inmarsat-B Telex.
- Notruf per Inmarsat-B Sprechfunk.
- Notruf per Inmarsat-C
Hinweise zu Besonderheiten die man nicht mit in der Software und Texten auf diesen Seiten findet.
- Zur Transas Simulation
- In einer Spalte auf der rechten Seite sind die einzelnen Geräte aufgelistet. Einfach anwählen und man hat das entsprechende Gerät vor sich. Inmarsat-C und B gibt es verschiedene Ansichten die man auf der Geräteseite unten mit "Change View" anwählen kann. Muß man zwei tasten gleichzeitig drücken so geht das mit "Split Cursor". Das erzählt einem dann aber auch der Prüfer wenn man ihm sagt man möchte zwei Tasten gleichzeitig drücken.
- Inmarsat-C einschalten
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- Das Terminal sowie der Transceiver müssen getrennt eingeschaltet werden. Dafür die unterschiedlichen Ansichten auswählen und jeweils den Power-Knopf drücken.
- Es gibt (mindestens) drei Arten per Inmarsat-C einen Alarm zu senden: Auslösen am Transceiver, Vorbereiten (Art des Notfalls) am Terminal und absenden am Transceiver sowie Freiformulierte Notfallmeldung am Terminal vorbereiten und absenden.
- Inmarsat-B
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- Wechseln der Oceanregion oder Landstation: Auf dem Höhrer die obere rechte Taste drücken, dann dem Menü folgen.
- Die Raute-Taste fungiert als Engabe-Bestätigung. Z.B. MEDICO-Gspräch: Abhaben, 32 wählen, Raute-Taste drücken.
- Notmeldung per Sprechfunk: Höhrer (auf dem Tisch, nicht in der Simulation) abheben, Nottaste drücken, mit der Raute-Taste bestätigen.
- Es wird zwischen "Telex senden" und "Telexverbindung herstellen" unterschieden. "Telexverbindung" ist in etwa wie chatten per ICQ. Dafür im Inmarsat-B Terminal "Start conversation" wählen.
- Ansonsten ist Inmarsat-B ähnlich wie Inmarsat-C zu bedienen.
- Funkfernschreiben
- KW/GW auf Modus "Telex" stellen. Dieser Modus ist in der Simulation von dieser Webseite nicht möglich! In das Telex-Terminal wechseln. Bedienung ist enfernt der von Inmarsat-C ähnlich. Es wird deutlich angezeigt welche Tasten zu drücken sind! Keine Hektik, einfach ruhig lesen und dann machen. :-)
- KW/GW
- Will man eine andere Station (per DSC) rufen, dann zuerst die gewünschte Frequenz einstellen, dann durch das Menü gehen und die entsprechende Funktion auswählen.
Randbemerkung:
Die meisten (LRC) Aufgaben konnte ich schneller erledigen als meine zwei Mitprüflinge, die an den Prüfgeräten einen Kurs gemacht haben.