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Man wünscht sich einen Prüfungsausschuß wie in Bremen: http://www.pa-bremen.de/, viele Informationen online verfügbar. Leider kann dieser keinen LRC abnehmen, daher ist man (im Norden) auf den Hamburger Prüfungsauschuß angewiesen. Dieser präsentiert sich weit weniger offen unter http://www.dsv.org/.

Nicht vorenthalten möchte ich meine Telefonate mit dem Prüfungsauschuß:

  1. Freitag Mittag, leider nur der Anrufbeantworter. Geschäftszeiten Montag - Donnerstag, 9 bis 12 Uhr.
  2. Montag 10 Uhr:
    • Sie: Herr Kaphammel ist leider nicht da, kann ich ihnen helfen?
    • Ich: Ja, vielleicht. Ich möchte gerne wissen auf welchen Geräten Sie prüfen.?
    • Sie: Wir verwenden Professionelle Geräte aus der Berufsschiffahrt.
    • Ich: Welche Geräte sind das denn genau?
    • Sie: Die sind von der Firma Eissing.
    • Ich: Vielen Dank.
  3. Dienstag 10 Uhr:
    • Ich: Ich möchte mich gerne zur Prüfung anmelden. Wann sind die Termine und auf welchen Geräten wird geprüft?
    • Er: Die nächste Prüfung die für Sie in Frage kommt ist der 19. März. Wie haben sie sich denn vorbereitet?
    • Ich: Im Selbststudium.
    • Er: Davon kann ich Ihnen nur abraten. Ich geben Ihnen 'mal die Nummern einiger Segelschulen die ausbilden. [Nummern zweier Segelschulen].
    • Ich: Vielen Dank. Können Sie mir trotzdem sagen auf welchen Geräten Sie prüfen?
    • Er: Es wird auf Hard- und Softwaregeräten geprüft.
    • Ich: Und um welche Geräte handelt es sich? Und was wird als Hardware und was als Software geprüft?
    • Er: Der Satelitenteil wird auf Simulierten Geräten geprüft, alles andere auf echten Geräten.
    • Ich: Verraten sie auch um welche Geräte es sich genau handelt, oder ist das geheim?
    • Er: Nein, das ist nicht geheim. Da muß ich einmal nachschauen.... Das ist ein Sailor 400.
    • Ich: Aha, vielen Dank.

Wer es nicht weiß: Eissing ist ein ist ein Händler der auch Funkgeräte verkauft, aber nicht selber herstellt. Also als ob ich Frage Welche Schokolade isst du? mit Sehr gute Schokolade von SPAR. beantworte...

Und es gibt keine Sailor 400 Geräte. Es gibt eine Produktline Sailor 4000, diese beinhaltet quasi eine komplette Produktlinie von der UKW-Handquatsche bis zum redundant ausgelegt Satelitenterminal. Also auch nicht wirklich hilfreich. Und dann gibt es Sailor nur noch als Marke der Firma Thrane & Thrane.

Derzeitige Kontaktinformationen zum Prüfungsausschuß:

Peter Kaphammel
Gründgensstraße 18
22309 Hamburg
Tel. 040-63 97 60 82
Fax: 040-63 97 60 88

Sprechzeiten: Mo. - Do., 09.00 - 12.00 Uhr


Was ich in einem Forum gelesen habe:

http://www.sportgate.de/board/nextpost/1266/0 Ein Problem liegt darin, dass die einzelnen LCR-Prüfungsausschüsse völlig unterschiedliche Praxisprüfungen durchführen. Während in Süddeutschland die beiden von Dir genannten Simulatoren überall zu genügen scheinen, musst Du beim Prüfungsausschuss Hamburg froh sein, wenn Du mit der Transas-Simulationssoftware (600 Euro plus Mehrwertsteuer pro dongelgeschützter Lizenz) die Prüfung machen darfst. Dabei kann es Dir bei der Prüfung passieren, dass diese Software vollumfänglich abgearbeitet wird und Du auch einen Notfall per Inmarsat-A oder -B melden musst oder eine Radiotelexverbindung per Kurzwelle herzustellen hast.

Bei den Prüfungen in den Räumen des DSV in Hamburg wirst Du mit den echten Geräten konfrontiert, und nicht jedem gelingt die Umsetzung vom Simulator auf das echte Gerät in einer Prüfungssituation problemlos.

Der in diesem Thread erwähnte Autor eines aktuellen LRC-Lehrbuchs, der für die DSV-Kreuzerabteilung LRC-Kurse anbietet, selbst LRC-Prüfer ist und hauptberuflich bei der RegTP Hamburg u.a. Frequenzen zuteilt, soll dabei insofern eine Rolle spielen, als er sich seinerzeit bei Übernahme der Prüfungen durch den DSV eine aufwendige Simulationsanlage mit Touchscreen-Terminals für viel Geld zugelegt haben soll. Deren Wert würde sich erheblich relativieren, sollte sich in Hamburg die Prüfungspraxis den süddeutschen Verhältnissen nähern (http://www.bluewater.de/forum2/showtopic.php?threadid=161 unterer Teil).

Rechtlich vertretbar ist eine so unterschiedliche Praxis bei einer einer Anwendung von Bundesrecht nach meinem (allerdings wohl völlig unmaßgeblichem) Rechtsempfinden nicht, auch unabhängig von dem Hintergrund, vor dem diese Entwicklung eingetreten ist.

Zum Jahresende 2005 sollen die Durchführungsrichtlinien für die Funkprüfungen überarbeitet werden, aber derzeit steht eher zu befürchten, dass es nicht zu einer generellen Freigabe von Simulationsprogrammen für die Prüfungsdurchführung kommt, sondern dass Touchscreens sogar explizit vorgeschrieben werden, die Maus jedoch verboten bleibt.


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Page last modified on 21.03.2006 10:53 Uhr